In this recording from the early 1960s, German baritone Hermann Prey (1929-1998) performs "Die Forelle," written by Christian Friedrich Daniel Schubart and set to music by Franz Schubert in 1817. The late American pianist Leonard Hokanson (1931-2003) accompanies. I created this video from the cassette shown above, issued in 1974 on the Philips label, serial number 7314 010. The recording predates by at least ten years the manufacture of the cassette.
From this same recording:
Schubert / Hermann Prey, 1960s: Du bist die Ruh, D. 776 - Leonard Hokanson, piano - Lyrics - http://www.youtube.com/watch?v=EOcVFZK06iM
Schubert / Hermann Prey, 1960s: An Die Musik, D. 547 - Leonard Hokanson, piano - Lyrics - http://www.youtube.com/watch?v=YXMQg0cqQOc
Schubert / Hermann Prey, 1960s: Rastlose Liebe ("Restless Love") - Karl Engel, piano - Lyrics - http://www.youtube.com/watch?v=aY_Nkhf16G0
Lyrics
In einem Bächlein helle,
Da schoß in froher Eil
Die launige Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
Und sah in süßer Ruh
Des muntern Fisches Bade
Im klaren Bächlein zu.
Ein Fischer mit der Rute
Wohl an dem Ufer stand,
Und sah's mit kaltem Blute,
Wie sich das Fischlein wand.
So lang dem Wasser Helle,
So dacht ich, nicht gebricht,
So fängt er die Forelle
Mit seiner Angel nicht.
Doch plötzlich ward dem Diebe
Die Zeit zu lang. Er macht
Das Bächlein tückisch trübe,
Und eh ich es gedacht,
So zuckte seine Rute,
Das Fischlein zappelt dran,
Und ich mit regem Blute
Sah die Betrogene an.
Die ihr am goldenen Quelle
Der sicheren Jugend weilt,
Denkt doch an die Forelle,
Seht ihr Gefahr, so eilt!
Meist fehlt ihr nur aus Mangel
der Klugheit, Mädchen, seht
Verführer mit der Angel!
Sonst blutet ihr zu spät!

